Menschenhandel ist nicht nur eine Erinnerung an die Kolonialzeit.

Jedes Jahr werden Zehntausende von Frauen in aller Welt gezwungen, Kinder zu gebären, die für den Leihmutterschaftsmarkt bestimmt sind.

Ein semilegales internationales Gewerbe nutzt die prekäre finanzielle Situation von Frauen, vor allem in Entwicklungsländern, aus, um aus ihrem Elend Kapital zu schlagen. Junge Frauen werden wie Kinderfabriken behandelt: ausgebeutet und im Stich gelassen.

Diese Praxis wird nicht durch internationale und nationale Rechtsvorschriften kontrolliert, was zu zunehmenden Missständen führt.  Wir brauchen Rechtsinstrumente, die das Problem der Instrumentalisierung von Frauen und des Kinderhandels in der ganzen Welt wirksam bekämpfen.

„Crying“ by memekode is licensed under CC BY 2.0

Was ist Leihmutterschaft und was für Konsequenzen hat sie?

Leihmutterschaft wird auch als Surrogatmutterschaft bezeichnet. Dabei wird die Eizelle einer Frau durch In-vitro-Fertilisation befruchtet und anschließend in die Gebärmutter einer anderen Person verpflanzt. Die Leihmutter trägt die Schwangerschaft aus und verkauft das Kind nach der Geburt  an Dritte (Paare, auch gleichgeschlechtliche Paare oder Singles). Bei den Müttern handelt es sich meist um finanziell unterprivilegierte Frauen aus Osteuropa und Südasien, bei den Käufern der Kinder um Menschen aus Westeuropa und Nordamerika.

Leihmutterschaft ist ein Übel unserer Zeit, das fundamentalen Menschenrechten widerspricht. Spezialisierte Vermittlungsagenturen bieten Menschen, die ein Kind kaufen, die Möglichkeit, Geschlecht, Rasse oder die Haarfarbe des Kindes zu bestimmen. Schon eine derartige Selektion an sich trägt diskriminierende bis hin zu rassistischen Zügen und verletzt die unveräußerliche Würde des Menschen. Es kommt immer häufiger vor, dass reichere Menschen, darunter auch Prominente, die „keine Zeit für eine Schwangerschaft haben“, ein Kind kaufen, das von einer Frau aus einem ärmeren Land geboren wurde. Diesem für Frauen erniedrigenden Unwesen muss Einhalt geboten werden.

Das können wir gemeinsam erreichen!

Leihmutterschaft in Zahlen

Aufgrund des semilegalen Charakters der Leihmutterschaft sind keine globalen Fallzahlen bekannt, aber es wird geschätzt, dass allein in Indien jährlich 25 000 Frauen zum Verkauf bestimmte Kinder zur Welt bringen.

The Guardian

Im Jahr 2020 belief sich der Wert des Leihmutterschaftsmarktes auf 4 Milliarden USD. Es ist jedoch davon auszugehen, dass er bis 2027 auf 33,5 Milliarden USD ansteigen wird.

Surrogacy Market Size – Global Market Insighs

Der Preis für ein Kind liegt auf dem Markt zwischen 25 000 und 250 000 USD. Die Mutter, die ein Kind zur Welt bringt, bekommt dagegen nur eine Vergütung in Höhe von 5 000 bis 25 000 USD.

The Lancet

Im Juli dieses Jahres hat der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) eine organisierte Verbrecherbande auffliegen lassen, die Babys ins Ausland verkauft und gefälschte Dokumente ausgestellt hatte. Der SBU entdeckte zudem, dass in einer inzwischen geschlossenen Klinik Kinder zu Tode kamen und diese Tatsache vertuscht wurde.

Security Service of Ukraine

Das Kindeswohl gehört zu den grundlegenden Menschenrechten, was unbestreitbar durch internationale Abkommen bestätigt wird. Trotzdem ignorieren viele Staaten weiterhin das Problem der kommerziellen Leihmutterschaft oder verschließen die Augen vor dem Unwesen des Kinderhandels. Wir brauchen ein neues, an die aktuellen Herausforderungen angepasstes Recht, das ein für alle Mal das Problem der kommerziellen Leihmutterschaft unterbindet. Schluss mit dem Kinderhandel!

Es kommt vor, dass die Käufer vom Kauf eines Kindes zurücktreten. Meistens aufgrund einer Krankheit des Kindes, aber das ist nicht der einzige Grund. In einem solchen Fall entscheiden sich Leihmütter in der Regel dazu, das Kind nicht anzunehmen. In solchen Fällen kommen die Neugeborenen in öffentliche Waisenhäusern. „Wir werden sie nicht nach Amerika holen. Dieses Kind ist unheilbar krank“, erklärten die Leute, die gerade zuvor noch das inzwischen fünfjährige Mädchen Bridgette aus der Ukraine kaufen wollten, dem das Geschäft mit der Leihmutterschaft seine Identität und Familie genommen hat.

Wir sind nicht imstande, die menschliche Natur zu betrügen. Nach der Geburt eines Kindes wollen Frauen ihren Nachwuchs oft nicht mehr hergeben, weil sie eine emotionale Bindung spüren und einen Mutterinstinkt entwickelt haben. Oft haben die Mütter auch das Gefühl, dass die Leute, die das Kind bestellt haben, es wie ein Spielzeug behandeln und nicht wie einen kleinen Menschen, der seine Würde und seine Rechte hat. Die Besteller suchen in solchen Fällen nach Möglichkeiten, das Kind der Mutter gegen deren Willen abzunehmen.

Leihmutterschaft ist ein lukratives Business, von dem die Vermittler profitieren. Alljährlich veranstaltet die Organisation Men Having Babies Kindermessen, bei denen interessierte gleichgeschlechtliche Paare sich eine Frau auswählen können, deren Schoß sie mieten. Sie können auch Rasse, Geschlecht und Haarfarbe des Kindes bestimmen. Im Jahr 2020 fand eine solche Veranstaltung in Belgien statt, obwohl das Recht dieses Landes kommerzielle Leihmutterschaft verbietet. Es ist also ersichtlich, dass wir in diesem Bereich neue rechtliche Bestimmungen brauchen.

Anfang 2020 brach die COVID-19-Pandemie aus, was in den meisten Ländern der Erde zu Grenzschließungen führte. Das zog nach sich, dass knapp 1 000 Neugeborene für den Bedarf westlicher Abnehmer in Russland steckenblieben. Ob diesen Kindern irgendeine Versorgung zuteilt wird, entscheiden ihr Marktwert und das Gewinnstreben der Reproduktionskliniken.

Verteidigen wir gemeinsam die Menschenwürde – Kinder stehen nicht zum Verkauf!

Um die bereits bestehende UN-Kinderrechtskonvention in ihrer Wirksamkeit zu stärken, wenden wir uns an die Vereinten Nationen mit dem Entwurf eines fakultativen Zusatzprotokolls zur genannten Konvention. Wir verlangen eine klare Gesetzgebung, welche die Würde der Frauen und die Rechte der Kinder schützt. Wir müssen dem Menschenhandel im 21. Jahrhundert Einhalt gebieten!

Das fakultative Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention in der Sache der Praktiken der kommerziellen Leihmutterschaft sieht vor:

Verbot der Praktiken der kommerziellen Leihmutterschaft

Verbot der Organisation und Vermittlung von Leihmutterschaft

Verbot der Werbung für Leihmutterschaft

Helfen Sie uns, gegen das Unwesen des Kinderhandels vorzugehen – unterschreiben Sie die Petition an die UN!

Sehr geehrter Herr Hochkommissar für Menschenrechte,

anlässlich des bevorstehenden Jahrestages der Kinderrechtskonvention durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen und unter Berücksichtigung der Idee der universalen Menschenrechte und insbesondere derjenigen, die in der Kinderrechtskonvention enthalten sind, weisen wir auf die Notwendigkeit hin, die bestehenden Rechtsinstrumente zum Schutz der Kinder vor ihrer Instrumentalisierung auszubauen. Das Unwesen der Leihmutterschaft widerspricht den durch die Konvention unter Schutz gestellten Grundrechten.

Deshalb wenden wir uns an Sie mit dem Appell, auf der kommenden Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen das hier angehängte fakultative Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention zur Debatte zu stellen und die Mitgliedsstaaten zu dessen Unterzeichnung aufzurufen.

Das 21. Jahrhundert hat den Völkern der Erde eine enorme Entwicklung beschert, insbesondere des Weltmarkts, auf dem nahezu jede Ware der Erde verfügbar ist. Jedoch dürfen wir es nicht zulassen, das auch das menschliche Leben als Ware gilt. Und eben als solche werden Kinder behandelt, die für den Leihmutterschaftsmarkt bestimmt sind. Als Ware werden auch ihre Mütter behandelt, die durch ihre finanzielle Zwangslage einwilligen, Kinder zur Welt zu bringen, die später verkauft werden, meistens ins Ausland.

Wir weigern uns zuzulassen, dass menschliches Leben in Geld umgerechnet wird, dass die Reichen und Mächtigen der Welt das Elend der Armen der Weltgesellschaft ausbeuten. Zu erinnern ist an Art. 8 der Konvention, in dem sich die Vertragsstaaten zur Achtung der Rechte des Kindes, „seiner Identität, einschließlich seiner Staatsangehörigkeit, seines Namens und seiner gesetzlich anerkannten Familienbeziehungen zu behalten“. Gemäß Art. 21 der Konvention bedeutet dies nichts anderes, als dass dem Wohl des Kindes seitens der öffentlichen Institutionen höchste Bedeutung zugemessen wird. Dieselbe Vorschrift erlegt den Vertragsstaaten die Pflicht auf, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass bei internationaler Adoption für die Beteiligten keine unstatthaften Vermögensvorteile entstehen. Kommerzielle Leihmutterschaft steht in Widerspruch zu den genannten Bestimmungen der Konvention. Wir fordern daher ihre Stärkung durch ein fakultatives Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention, das die Staaten verpflichtet, konkrete Maßnahmen gegen kommerzielle Leihmutterschaft zu ergreifen.

Medienberichte aus den vergangenen Jahren zeigen, dass es sich bei Leihmutterschaft um eine sich ausweitende und gefährliche Praxis handelt, die keine Rücksicht auf das menschliche Leben nimmt. Kinderhandel, das Aussetzen kranker Neugeborener und das Wegnehmen von Kindern von ihren Müttern gegen deren Willen sind Folgen von Versäumnissen der internationalen Gemeinschaft und müssen beendet werden.

Wir sind der Überzeugung, dass die im fakultativen Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention in der Sache der kommerziellen Leihmutterschaft enthaltenen Mechanismen uns helfen werden, den sich ausweitenden Markt für kommerzielle Leihmutterschaft zu bekämpfen, der sich in der wachsenden Verbreitung eines Netzes institutionalisierter Kliniken und Vermittlungsagenturen des Kinderhandels äußert. Mit Sorge nehmen wir die Analysen zur Kenntnis, die darauf hinweisen, dass sich der Markt für Leihmutterschaft binnen der kommenden sechs Jahre verachtfachen wird.

Wir vertrauen darauf, dass auch Ihnen – so wie uns – das Wohl der Menschen am Herzen liegt, insbesondere der unschuldigsten – der Kinder. Deshalb rufen wir Sie dazu auf, das genannte Zusatzprotokoll, das den Jüngsten zusätzlichen Schutz gewährt, anzunehmen.

Mit Hochachtung

Bürger der Staaten der Vereinten Nationen

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Coalition against surrogacy

 

Ordo Iuris, Instytut na rzecz Kultury Prawnej

Poland

 

 

Национална асоциация “Поход за семейството”
National Association March for the Family

Bulgaria

 

 

Faith and Future Association

Bulgaria

Асоциация Общество и Ценности
Association Society and Values

Bulgaria

 

Aliance pro Rodinu

Czechia

 

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Tradiční rodina, zapsaný spolek

Czechia

 

 

Aktionsbündnis für Ehe & Familie – DemoFürAlle

Germany

 

 

Nazione Futura

Italy

 

 

Pro Vita & Famiglia ONLUS

Italy

 

 

One of US Nederland

Netherlands

 

 

Centrum Życia i Rodziny

Poland

 

 

Konfederacja Kobiet Rzeczypospolitej Polskiej

Poland

 

 

Stowarzyszenie Marsz Niepodległości

Poland

 

 

Stowarzyszenie Roty Marszu Niepodległości

Poland

 

 

Stowarzyszenie Straż Narodowa

Poland

 

 

Asociația PRO VITA București

Romania

 

Pro-life Action Slovakia

Slovakia

 

 

Asociácia za život a rodinu, o.z.

Slovakia

 

 

Nadácia Slovakia Christiana

Slovakia

Asociación Española de Abogados Cristianos

Spain

 

 

España Confidencial

Spain

 

 

Federación Española de Asociaciones Próvida

Spain

 

 

Marriage, Sex and Culture Group

United Kingdom

 

 

International Organization for the Family

United States

 

 

Femina Europa

France

 

 

Political Network for Values

Spain

 

 

Koalicja dla Życia I Rodziny

Poland

 

 

Chrześcijański Kongres Społeczny

Poland

 

 

Fundacja Św. Benedykta

Poland

 

 

Instytut Ordo Caritatis

Poland

 

 

Stowarzyszenie Rodzin Wielodzietnych Warszawy i Mazowsza

Poland

 

 

Ciudadano Austral

Chile

 

 

Fundacja Głos dla Życia

Poland